Folge 7: Tag der Deutschen Einheit, Bundesrat & Bremer Zuversicht – Bürgermeister Andreas Bovenschulte zu Gast

Shownotes

Wie fühlt es sich an, vier Tage lang Gastgeber des Tags der Deutschen Einheit zu sein – und am Ende zu hören: „Ihr seid das kleinste Bundesland, aber die großartigsten Gastgeber“? Dr. Andreas Bovenschulte, Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen und aktuell Präsident des Bundesrates, blickt in dieser Folge von „Buten, Binnen & Beyond.“ auf das Bürgerfest zurück: auf den Empfang im Rathaus, die Ländermeile am Osterdeich unter dem Motto „Viele Stärken – ein Land“ und die Frage, was Bremen daraus mitnehmen sollte.

Außerdem erzählt er, warum er als Kind Bandleader werden wollte, was er Gästen in Bremen zuerst zeigt und weshalb wir mutiger über unsere Stadt sprechen sollten.

Jetzt reinhören, dranbleiben und Bremen ganz neu erleben.

Transkript anzeigen

00:00:09: So, herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts Butenbinnen und Beyond für die HACO- Twenty-seven in Bremen.

00:00:23: Ich freue mich dass wir heute einen ganz tollen besonderen Gast haben der uns durch ein spannendes Programm heute führt mit euch, der zuletzt ein toller Gastgeber war im Bremen.

00:00:34: Und wir hatten zuletzt hier in Brem ein ganz großes Event Ein Bürgerfest vier Tage lang deutsche Einheit in Bremen, in der Innenstadt am Osterdeich.

00:00:43: Am Weserstadien und der Gastgeber, den ich heute begrüßen darf ist Dr.

00:00:47: Andreas Bovenschulte.

00:00:48: herzlich willkommen mit unserem Podcast.

00:00:49: Ganz herzlichen Dank!

00:00:50: Herzlichen Dank für die Anladung.

00:00:53: So wir werden mal so ein bisschen am Anfang.

00:00:55: für alle Nicht-Bremer, die nicht wissen wer Dr.

00:00:58: Andrews Boven schulte ist haben wir einen paar Facts raus, weil sie sind ja dadurch dass Sie auch im Moment den Vorsitz im Bundesrat haben, sind Überregional unterwegs und ich denke mal, dass der ein oder andere außerhalb Bremen es auch auf jeden Fall ihren Namen schon gehört hat.

00:01:13: Ich möchte sie trotzdem vorstellen.

00:01:15: Sie sind neunzehntundsechzig geboren in Hildesheim, aufgewachsen in Mele bei Elze.

00:01:20: Wo ist das genau?

00:01:21: Da ist im Landrasch Hildeshalm.

00:01:23: Also sie sind lokal geblieben.

00:01:25: Ja!

00:01:26: Dann sind sie siebenundachtzig mein Geburtstag zum Jurastudium nach Bremen gekommen und gebliebengeblieben was auch schön ist.

00:01:35: An der Universität Bremen sind Justizjahr gewesen, Pokerist bei Bremen Online Services, Referent beim Senator für Justiz und im Umland in Weyer Bürgermeister geworden.

00:01:48: Ich glaube das haben sie ganz gut gemacht.

00:01:49: deswegen wurden sie nach Bremen geholt und sind im Jahr zwei Tausend neunzehn Bürgemeister und Präsident des Senats geworden und zweitausendfünfundzwanzig auch Präsident des Bundesrates und deshalb waren wir dieses Jahr auch Gastgeber des Tags der Deutschen Einheit.

00:02:04: Soweit alles korrekt, muss ich sagen.

00:02:08: Das

00:02:08: Internet kennen Sie?

00:02:09: Ja genau!

00:02:11: Ich habe auch rausgefunden das war nicht ein Fun Fact.

00:02:13: Gitarre wollten sie als Kind... Also haben sie als kind gespielt und wollten Bandleader werden.

00:02:19: Da stimmt wobei ich muss sagen ich hab in der Feuerwehrkapelle angefangen mit Trompete und später dann Posaune bevor ich überhaupt ein bisschen Gitarren gelernt habe.

00:02:28: Und also meine ersten musikalischen Gehversuche habe ich dann mit Walzern und mit Märchen bei Schützenfesten gemacht, bis sich dann, wenn man älter wird ist man dann doch stärker Richtung Rock, Pop oder Punk gegangen.

00:02:41: Da sind dann Trompete und Posaune gar nicht die richtigen Instrumente und da kam dann eher die Gitarre ins Spiel – der Bass!

00:02:47: Und Geburtstagständchen gehen auch hab' ich in den sozialen Medien entnommen.

00:02:51: das fand ich sehr positiv.

00:02:52: es war für Bremen sehr herzlich dass man das gemacht hat.

00:02:56: Das stimmt, das geht auch.

00:02:57: Das war toll.

00:02:59: Und wir hatten drei tolle Tage, ne viertolle Tage und wir sind jetzt kurz danach... Haben Sie schon durchgeatmet oder sind sie noch im Rausch?

00:03:07: Also es ist schon eine intensive Zeit.

00:03:10: Also das fing im Prinzip Donnerstagabend an.

00:03:12: Man hat natürlich die ganzen Vorbereitungen.

00:03:14: Das macht das Team aber dass man selber auch einbezogen und dann ging es muss man ehrlicherweise sagen im Prinzip von den Donnerstagen nachmittag nonstop bis Sonntagabend durch und das ist schon intensiv.

00:03:29: Und dann ging es aber auch gleich Montagdienster, wie sich das gehört weiter... Also ich freue mich tatsächlich dass sie in den Herbstferien so paar Tage Urlaub haben um auf wieder zu Hause die Wohnung raufzuräumen.

00:03:41: Gab es Momente an dem Wochenende wo Sie gesagt haben Mensch wow hätte ich nie gedacht ... so toll hinbekommen.

00:03:47: Also wir haben ja, ich kann Ihnen sagen... Ich war auch vor Ort, bin über die Ländermeile gelaufen und habe die ganze Zeit begeistert.

00:03:52: Hab gut gelaunt den Menschen getroffen.

00:03:54: das war alles top organisiert.

00:03:55: Und für mich witzig war, wir bewerben die HACO... ...auch überregional.

00:04:00: also ich war dieses Jahr auf der Landeskonferenz in Rheinland-Pfalz,... ...in Hachenburg, kannte ich nicht, war ich vorher noch nie.

00:04:07: Sagt mir jetzt auch nichts was ich sehe.

00:04:09: Der Öffnungsabend war in der Hachenburger Bierbrauerei.

00:04:13: Okay!

00:04:14: Der erste Stand, über den ich gestolpert bin war der Hachenburger Bierbrauereistand auf der Ländermeile für Rheinland-Pfalz.

00:04:21: Das war so mein Moment wo ich gedacht habe, wow das ist jetzt ein witziger Moment hätte ich gar nicht gedacht.

00:04:27: Ja wie war das bei mir?

00:04:28: Also es ist schon so.

00:04:29: man hofft natürlich immer dass das eine gute Veranstaltung wird und dann guckt man erst mal immer ganz ängstlich auf wetter.de oder aufs Regenradar und da merkte man schon okay nee das haut hin, das ist schon mal dein erster ganz großer Pluspunkt.

00:04:43: Und dann fing das am Donnerstag an und da ist immer der Empfang für die Bürgerdelegation aus den Anderen.

00:04:50: Das finde ich ganz gut, damit das Ganze nicht so der Tag der Einheit angelegen hat wird nur von Staatsorganen getragen.

00:04:57: Schickt jedes Land eine Bürgertelegation von verdientem Ehrenamtlichen!

00:05:01: Da ist sozusagen an dem Donnerstag der Empfang schon in der oberen Rathausfahrt.

00:05:07: Und das war schon so ne tolle Stimmung.

00:05:09: Und da habe ich gedacht wenn es so gut losgeht dann kann man ja vielleicht was Positives, aber dann kam der Freitag.

00:05:16: Dann reisen die Verfassungsorgane Bundeskanzler und Bundespräsidenten so an und dann hat man abends das Essen mit denen auch im Rathaus und das war auch eine gute Stimmung und hinterher in den Hotel war es auch eine guter Stimmung.

00:05:30: Und dann ist natürlich das Entscheidende wenn's dann richtig losgeht mit dem Bürgerfest und mit dem Gottesdienst und dem Festakt und ich muss sagen alles hat richtig super geklappt.

00:05:42: Der Schönste war dann, nachdem man wusste das es so gut war und einem wirklich sehr viel positive Resonanz entgegen gebracht wurde.

00:05:50: So am Sonntagnachmittag oder frühen Abend die Abendsonne war da ich man ging die Ländermeile lang Und alle waren so pießig und so freundlich und locker drauf und sagten Mensch was für ein tolles Fest!

00:06:06: Das fand ich ganz toll weil sie wissen wenn man Sachen organisiert Auch wenn man zu Hause eine Feier macht, dann weiß es nie hundert Prozent wie die Stimmung sein wird.

00:06:14: Ob alles klappt, wie man sich das vorgestellt hat.

00:06:16: und diesmal würde ich ehrlich sagen Es hat im Prinzip alles so funktioniert, wir haben uns das vorgestellt haben

00:06:24: Also sie konnten's auch genießen?

00:06:25: Ich konnte es dann richtig genießen.

00:06:27: am Anfang ist natürlich eine Anspannung da Ist doch klar Und dann fragt man sich, hat man als Gastgeber was davon?

00:06:33: aber je länger es anlaute umso mehr hatte ich davon.

00:06:37: Ich fand das eine ganz tolle repräsentative Veranstaltung für Bremen.

00:06:42: Und ich bin jetzt, ich bin neununddreißig, dass es so mein erster bewusster Tag der Deutschen Einheit und der war richtig, richtig gut!

00:06:48: Und ich freue mich eigentlich als Lokalpatriot sowas auch, dass wir sowas hinbekommen nicht nur eigentlich, ich freu mich da drüber.

00:06:54: Und wissen Sie was ich auch gut finde?

00:06:55: Das wird ja immer so gesagt.

00:06:56: könnt Ihr Deutschen eigentlich auch so einen richtigen?

00:06:59: wenn ein nationaler Feierter ist kann der auch fröhlich ausgelassen mit viel Zusammenhalt organisiert sein oder dass das so eine Bierernste angelegen hat.

00:07:09: und ich finde wir hatten in dem Festakt, da war schon klar spielt die Inhalte natürlich noch Rolle.

00:07:15: Und wurde es auch ernst weil die Lage ja in vielen Bereichen auch ernst und herausfordernd ist.

00:07:22: aber da wurde's auch schon fröhlich und zukunftsgewandt und dynamisch und so war das Bürgerinnen- und Bürgerfest auch um.

00:07:29: meine Haltung ist auch Ja Wir können so ein dritten Oktober Trauertag.

00:07:35: Da müssen wir nicht im dunklen Anzug nur mit grimmiger Minelang laufen, sondern das soll man dir auch feiern.

00:07:41: Das soll fröhlich vielfältig sein und so ist es rübergekommen.

00:07:44: Ich finde das ein Statement für Bremen aber auch für einen Feiertag.

00:07:48: Wir haben ja auch ein tolles Motto gehabt.

00:07:49: Viele stärken ein Land.

00:07:52: Das hat's nachher ausgedrückt.

00:07:53: also wir haben mit der Ländermeile am Osterdeich war es tatsächlich so dass jedem land einen stand gegönnt haben und jedes land konnte sich präsentieren.

00:08:02: Und ich fand das als besucher eine ganz tolle sache, und es war bestens organisiert und wir haben es eben schon gesagt gut gelaunte leute besser hätten

00:08:10: sie auch dass das motto häufig hat man ja so moto die haben ein bisschen werbecharakter.

00:08:14: Ich fand aber das weiß man auch vorher nicht Dass das motto wirklich mal tatsächlich eine gewisse kraft entfaltet hat Die nicht so haben wir gelesen den kopf geschüttelt und gesagt mir hat sich das wieder ausgedacht sondern ich fand es war passt da ganz gut.

00:08:29: Also ich finde die Veranstaltung hat das Motto mit Leben gefüllt.

00:08:31: Genau, so rum

00:08:32: war es abstrakt wie das immer mit Werbesprüchen ist.

00:08:36: aber dann wurde es mit und fand auch wurde mit Leben gefüllt.

00:08:42: Und ich denke die Stärke Brehms war jetzt zum Beispiel wir haben diese Veranstaltungen an der WESA gemacht.

00:08:47: Das war eine richtig gute Entscheidung.

00:08:49: Wir haben in zehn Bremenwelten und auch tatsächlich die Stärkenbrems zum Ausdruck gemacht.

00:08:56: Da haben wir nicht irgendwie zwei Butzen gehabt, die die Hafenwirtschaft darstellen sondern richtig eine Gasse, vierundzwanzig Hafenbetriebe DBLG mit einer Bühne mit ihrem Seifenkistenrennen.

00:09:08: richtig spannend und hat mal gemerkt boah da ist auch das Selbstbewusstsein eines maritime Landes, kam da ja auch Bremen und Bremerhaven zusammen.

00:09:17: oder dass wir die Ariane nicht im Original aber in einem großen Modell aufgestellt haben.

00:09:22: Und richtig drumherum eine große Raubfahrtausstellung hatten hat natürlich auch den Anspruch deutlich gemacht wie hier sind Luft- und Raumfahrtstandort.

00:09:31: Und so haben wir es glaube ich gut geschafft die verschiedenen Stärken deutlich zu machen.

00:09:36: Fondlich auch das haben wir toll gemacht!

00:09:38: Wenn wir jetzt mal auf die Zukunft blicken was sollten wir mitnehmen?

00:09:43: Vom Tag der deutschen Einheit.

00:09:44: Wissen Sie, ich finde manchmal... Ich mag unsere eigentlich ein bisschen trockene bescheidene Art und man muss sich nicht immer auf die Brust trommeln und sagen alles ist super toll weil er ist schimpzig und zwar ist es auch lästig aber umgekehrt dass das normalerweise das höchste Lob ist da kann man nicht meckern und das bringt einen natürlich auch nicht immer weiter sondern bei allem Realismus finden wir sollten mitnehmen tatsächlich auch mal sagen kann, man ist mit Optimismus und Zuversicht dabei die Zukunft zu gestalten.

00:10:22: Und natürlich durch Zuversichten allein verschwindet kein Problem.

00:10:26: aber ich bin fest davon überzeugt wenn wir diese Stimmung und dass man auch gemeinsam die Dinge hinkriegen kann.

00:10:31: Wenn man das weiter transportiert, kriegt dann hilft es bei der Problemlösung also nur immer dir zu sagen wo ist alles schwierig?

00:10:39: Ich glaube nicht, dass einem das weiterbringt, die Herausforderungen zu bewältigen.

00:10:44: Also ein bisschen Psychologie.

00:10:46: Positive Musik

00:10:47: sein.

00:10:49: Und Mutig sein braucht man auch.

00:10:50: und da sollten wir fortführen.

00:10:52: und natürlich wissen wir alle in Bremen wo die Dinge auch haken, aber sich unterzuhaken umgekehrt und zu sagen wir stellen mal uns positiv da wir gehen eine gute Visitenkarte ab.

00:11:06: Das finde ich es heute unbedingt fortfähr.

00:11:08: Vor allen Dingen haben wir gesagt wir machen das positiv und dann haben wir auch noch geliefert.

00:11:11: also dass ist ja auch noch der der beste Fall, den man so haben kann.

00:11:15: Haben Sie denn schon ein Feedback aus anderen Bundesländern bekommen?

00:11:18: Ja ganz viel und das war auch ausnahmslos positiv.

00:11:22: Meistens hat mich natürlich gefreut als ich Henrik Wüst den Staffelstab übergeben habe, weil NRW das übernimmt im nächsten Jahr.

00:11:30: Da gesagt ihr seid das kleinste Bundesland aber ihr seid die großartigsten Gastgeber.

00:11:35: Da hab' ich gesagt da widerspreche ich nichts.

00:11:37: Großartig!

00:11:38: Das ist schön.

00:11:39: Ich will noch mal bevor wir die Brücke zu unserer Konferenz nächstes Jahr schlagen ... die Bundesratspräsidentschaft ansprechen, weil das ja auch was Besonderes ist.

00:11:46: Auch für Sie?

00:11:46: Ja,

00:11:46: dann sind es sechzehn Jahre mehr.

00:11:48: Im Leben macht man das nur einmal.

00:11:50: Wahrscheinlich!

00:11:50: Wahrscheinlich.

00:11:51: Also nicht nur wahrscheinlich... Oha,

00:11:52: jetzt sind es Sechzehntjahren noch.

00:11:54: Ja ich glaube doch nicht.

00:11:56: Was nehmen sie denn für Bremen mit?

00:11:58: Erstens natürlich immer eine Herausforderung und der Ehre jetzt Deutschland mit repräsentieren zu dürfen, weil da ist ja die Funktion, man gehört dann Zu dem Bundesverfassungsorgan, Bundesrat.

00:12:08: Ja, Länder kam aber ein Organ des Bundes.

00:12:11: Natürlich ist ein Bundesratspräsident in erster Linie einen Versammlungsleiter des Bundesrats.

00:12:16: Man ist ja nicht Länderschef oder sowas.

00:12:18: Aber hat schon eine hervorgehawobene Rolle beim Repräsentieren Deutschlands und da hat man hier eine Doppelfunktion.

00:12:26: Einerseits versucht man Deutschland gut zu repräsentierend bei auch einer Aushandsreise wie nach Japan, aber andererseits Versucht man natürlich auch Bremen gut ins Spiel zu bringen, wiederum bei dieser Reise nach Japan eine große Wirtschaftsdelegation aus Bremen im Bereich Luft- und Raumfahrt die da gute Kontakte geknüpft hat.

00:12:43: Und ich denke oder ich hoffe dass mir das in dieser Doppelfunktion ganz gut gelungen ist im vergangenen Jahr.

00:12:49: Also bisher kann ich Ihnen dazustimmen.

00:12:51: also mir hat es bis jetzt gefallen was Sie gemacht haben.

00:12:53: Sie haben keine größeren Klaren zumindest.

00:12:57: Sie wissen ja, wir können auch kritisch sein.

00:12:59: In der Sache würde ich sagen das hat für mich alles gut gepasst.

00:13:03: Ich möchte noch den nächsten Bogen spannen.

00:13:06: Sie sind hier nach Bremen gekommen und sie sind geblieben.

00:13:08: Was hat sie denn dazu gebracht in Bremen zu bleiben?

00:13:11: Ich wollte unbedingt nach Breemen.

00:13:13: Also Bremen hat mich einfach total gereizt.

00:13:16: wenn ich jetzt ganz ehrlich bin damals hatte die Uni ja noch den Ruf rote Kaderschmiede zu sein.

00:13:23: Für manche ist das abschreckend, für mich ist es ein Grund hierher zu kommen.

00:13:27: Und dann habe ich auch... Ich weiß nicht, ob Sie das noch wissen?

00:13:31: Wenn man damals Jurastudieren wollte, dann kam er ins zentrale Verteilungsverfahren der ZVS.

00:13:36: Das war eine zentrale Vergabungsstelle für Studienplätze und da bin ich einmal in Bayreuth gelandet.

00:13:42: Und hab gesagt, nee, das mach' ich nicht!

00:13:43: Dann bin ich im Jahr auch erst mal nach London gegangen So, da hat Praktikum gemacht und gejobbt.

00:13:49: Und dann habe ich mich nochmal beworben... ...und dann bin ich in Passau gelandet.

00:13:52: Aber wollte ich aber auch wieder nicht hin,... ...weil im Bremen war alles feuer, weil da habe ich immer jemanden gefunden,... ...für einen Studienplatz tauscht.

00:13:57: So bin ich dann doch tatsächlich damit einiger Mühe nach Bremen gekommen... ....und hab es dann auch nie bereut.

00:14:04: Ja sehr schön!

00:14:05: Und jetzt empfangen Sie ja viele Leute in Bremen.

00:14:07: Aber vielleicht um einem privaten Bereich?

00:14:08: Wenn Sie mal jemanden einladen, was sagen sie denn...?

00:14:10: Was müssen wir uns im Bremer unbedingt

00:14:12: ankommen?!

00:14:12: Ach, da gibt es so viele Punkte.

00:14:14: Das hängt natürlich auch immer davon ab was die Leute gerne mögen.

00:14:17: also wenn man Naturfrieg ist und man sagt mal geht durch den Bürgerpark dann sagen sie wow Sohnpark haben wir kaum gesehen.

00:14:24: und wenn Wasserfrieg isst Wenn man bei Sonnenuntergang an Osterdeich geht Deich runter Dann sagt man ach das ist schon wunderbar.

00:14:33: Und wenn man einen Hafenfriegg ist dann fährt man nach Bremerhaven Die Pötte richtig sehen will, die vorbeifahren.

00:14:42: Dann fährt man zum Utkig Lafegesack oder in Knobspark.

00:14:45: Also es gibt so viele Sachen aber das Wichtigste wenn ich das sagen darf ist natürlich... Ich zeige dann erst mal immer das Rathaus weil da bin ich so stolz drauf auf unser Weltkulturerbe und das ist schon ganz besonders kann man vielleicht auch ein bisschen verstehen dass wir den eigenen Arbeitsplatz zuerst haben.

00:15:04: Aber es ist ja auch einen Arbeitsplatz den man zeigen will.

00:15:06: also das ist ja absolut Weltkulturerbe im Zentrum.

00:15:10: Und wenn man vor dem Rathaus steht, dann sieht man ja auch drumherum ganz, ganz viele tolle besondere Gebäude die gegen das Rathause auch nicht schlechter sind.

00:15:19: Auch

00:15:19: nicht schlechter sind.

00:15:19: wir das noch mal sehen.

00:15:20: Den Schöttingen haben wir den Drogen und alles drum herum ist schon sehr... auch die Bürgerschaft da sind manche geteilt.

00:15:27: Ich finde das passt richtig gut.

00:15:29: Das ist halt klassische Moderne, ganz anders.

00:15:32: aber das bringt dem Ganzen aus ein gewisser Stammbasspannungsfeld.

00:15:34: also Mit unserem Marktplatz und dem Ensemble brauchen wir uns nicht zu verstärken.

00:15:39: Nein, wollen wir auch nicht.

00:15:41: Wir haben ja nächstes Jahr die Hansur am Konferenz vor.

00:15:44: In der Vorbesprechung habe ich Ihnen schon mal unseren Ablauf, unseren Plan erzählt.

00:15:47: Das mache ich jetzt hier nicht weil ihr solltet euch ja überraschen lassen wenn ihr nach Bremen kommt.

00:15:51: Was würden Sie uns als Tipp geben was wir uns vom Tank der Deutschen Einheit abgucken können?

00:15:57: Wenn wir den ganzen Wirtschaftsdiensten einladen gut machen können um ein toller Gasgeber zu

00:16:03: sein.

00:16:03: Ich hänge ja nun die Wirtschafts-Signorinnen und Wirtschaftssegnoren auch schon länger aus vielen Diskussionen.

00:16:07: Manchmal haben wir auch kontrovers diskutiert, aber ich weiß, da steckt richtig Power drin in der Gruppe oder in der Organisation, dass er mir erstmal eine Sache sagen würde – ich bin absolut davon überzeugt!

00:16:19: Und sie haben eher die Rahmenbedingungen auch schon genannt.

00:16:21: Da habe ich gedacht Boah, dass das eine tolle Konferenz wird.

00:16:26: Insofern bin ich nicht überzeugt davon, dass Sie von mir irgendein Ratschlag brauchen weil ... Ratschläge sind auch immer Schläge.

00:16:34: Aber an sich ist natürlich das, weil ich glaube dass sie es absolut perfekt organisieren wollen und werden.

00:16:42: Ich glaube es ist das Wichtigste, dass man dann irgendwann noch einen Schritt zurücktritt und sagt alles kann man nicht erzwingen.

00:16:49: Das ist wie wenn man zu Hause in der Fete organisiert.

00:16:52: manchmal kribbelt das bei einer guten Vorbereitung, manchmal kibbelt's nicht so und die größte Chance, dass es gut wird hat man, alles gut vorbereitet, aber dann auch ein bisschen sagt man hat nicht alles unter Kontrollersammung ist auch ein bischen dem dem Flow und dem Zufall den Weg überlassen.

00:17:11: Und das ist das Schwerste wenn man eigentlich alles ganz genau kontrollieren und organisieren möchte.

00:17:17: also insofern würde ich sagen zu hundert Prozent organisieren und dann zurücktreten Schritt und ein bisschen dem Prozess und dem Zufall auch den Weg geben wird es am allerbesten.

00:17:28: Aber wie gesagt Ich glaube nicht, dass Sie von mir da Raunschläge brauchen.

00:17:32: Oh ich glaub das ist also wir sind da...ich bin schon sehr aufgeregt und das kribbelt auch und ich will das natürlich auch möglichst gut machen weil wir uns als Standort so präsentieren wollen wie ich mir das wünsche, weil als stolzer Bremer ist Bremen die schönste Stadt und das möchte ich einfach jedem zeigen der nach Bremen kommt.

00:17:49: Und wir haben ja hier nicht nur normale Gäste sondern wir haben wirklich darauf geachtet, dass wir Unternehmer unternehmerinnen Führungskräfte einladen Die vielleicht auch nochmal mit einer anderen Brille auf Bremen gucken.

00:18:00: Was sollen wir denen denn auch noch Besonderes mitgeben?

00:18:02: Was als Unternehmer kann man sich in Bremen besonders abkucken.

00:18:05: Ich finde das erstmal total wichtig und ich bin den Wirtschaftsführer total dankbar dafür, dass zu machen.

00:18:11: weil ganz ehrlich das was wir im Moment brauchen ist wirtschaftlicher Aufbruch wirtschaftliches Wachstum und Beschäftigung.

00:18:19: Und dann brauchen wir wirtschaftliche, wachstums- und beschäftigungen.

00:18:23: Dann können wir uns viele andere Dinge auch leisten.

00:18:26: Ich weiß gar nicht ob wir da nicht sehr eng beieinander sind weil das tatsächlich die Voraussetzung dafür ist und dafür braucht man qualifiziert Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmern und braucht man mutige und innovative Unternehmerinnen und Unternehmer um das hinzukriegen.

00:18:39: Deshalb finde ich das sehr gut!

00:18:42: Was kann man von drehen?

00:18:43: Lernen, ich glaube eine Sache ist ganz wichtig.

00:18:45: Aber das werden sie im Blick haben.

00:18:48: viele Leute die kommen von außen also aus dem Süden aber sowieso aber selbst sei mal aus dem Hanseraum die sagen boah da habe Ich nicht gewusst dass ihr das eines der größten Produktionswerke von Mercedes habt das habe ich gar nicht gewusst wie großartig und wie bedeutsam der Hafen ist.

00:19:07: Das habe ich vor allen Dingen nicht gewusst, dass ihr Space City Nummer ein seid und das eure Lebensmittelindustrie so eine große Bedeutung hat usw.

00:19:15: und sofort.

00:19:16: Ich glaube es ist einer der wichtigsten Sachen auch die Blicke dahin zu lenken was hier wirklich auch tatsächlich in wirtschaftlicher Hinsicht passiert.

00:19:25: Dass die Leute wissen, dass wir die Stadtmusik kannten und dass sie Weltkulturerbe gut finden und die alten Gebäude und dass ja auch mal etwas von Werder gehört haben so das ist wichtig.

00:19:35: aber

00:19:36: die müssen auch vermittelt bekommen die Menschen, was wir hier wirtschaftlich zu bieten haben.

00:19:41: Und da haben wir manchmal eben tatsächlich Vermittlungsarbeit zu leisten und müssen tatsächlich zeigen, wow!

00:19:48: Wir haben hier so viel und das ist möglicherweise noch nicht so bekannt wie es sein sollte.

00:19:53: Das finde ich... Also das ist genau das, was ich wahrnehme, dass wir uns gefühlt immer kleiner machen als wir sind und das wollen wir jetzt ändern.

00:19:59: Wir wollen mal mutig über Bremen sprechen mit dem Rückenwind den wir jetzt durch den Tag der Deutschen Einheit hatten, haben wir gesehen, So ist es und weiter damit machen, damit wir nachher nach der Hakotolle Geschichten über Bremen erzählen können.

00:20:11: Also nicht nur wir Bremer sondern auch die Leute, die bei uns...

00:20:14: Und Sie haben ja alleine in Ihren Reihen so viele Unternehmen.

00:20:17: also ich habe jetzt große erwähnt aber ich könnte jetzt auch Was wir an Start-ups und an kleinen und mittleren Unternehmen und Familienunternehmen haben, da kann man ja auch lange Listen an hoch erfolgreichen und innovativen Unternehmens aufzählen.

00:20:33: Und Hidden Champions ohne Ende.

00:20:35: Willst du was ich noch viel schöner finde?

00:20:37: Ich mag Hidden Champions aber manchmal mag ich sogar Open Champions oder Not Hidden Champions fast noch lieber!

00:20:45: Warum müssen die Champions, die wir haben nur hidden sein können doch auch... Die brauchen das Licht der Öffentlichkeit nicht zu schwand.

00:20:52: Ja, aber das liegt an jedem so ein bisschen selber weil ich finde wir Wirtschaftsregion können dazu aufrufen mutiger zu sein.

00:20:58: Wir können es vorleben indem wir mutig sind und dann einfach was tolles machen.

00:21:02: Wir haben noch zum Ende schnell fragen

00:21:05: ja

00:21:06: bitte eine antwort.

00:21:08: ländermeile oder sehmeile

00:21:10: Ländermeiler

00:21:11: Rathaus Balkon oder Weserstadion?

00:21:13: Weserstadian

00:21:14: Gitarre am Lagerfeuer oder auf der Bühne?

00:21:16: LagerFeuer Fischbrötchen oder Kohl und Pinkel?

00:21:19: Kohl- und Pinke.

00:21:21: Bremen in einem Wort.

00:21:22: Super cool!

00:21:25: Herr Bobenschulte, vielen Dank für das Gespräch.

00:21:28: Und für ein Wochenende an dass sich Bremen noch lange erinnern wird.

00:21:31: Das nächste tolle Wochenende aus unserer Sicht startet am sechsten Mai, hier im Bremen, zu HAKO.

00:21:39: Wir werden über unsere Website, über alle Social Media Kanäle, über Spotify, YouTube wo ihr unseren Podcast sehen und hören könnt.

00:21:48: Ganz ganz viele weitere Informationen mit euch teilen.

00:21:51: Ich danke Ihnen sehr dass Sie hier waren das wir ein tolles Gespräch hatten, dass wir beide glauben dass Bremen eine weit unterschätzte Stadt ist.

00:21:58: Das haben jetzt unseren Hörerinnen und Hörern schon so häufig gesagt.

00:22:02: die glauben es jetzt bestimmt selber.

00:22:03: Das

00:22:04: wäre toll.

00:22:06: Okay

00:22:06: ich bedanke mich für das Gespräch.

00:22:08: Danke auch Booten, Binnen und Beyond.

00:22:11: HAKO-Siebenundzwanzig Podcast der Wirtschaftsjunioren Bremen Powered by Abbad und Pensum.

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